Ausklang

wiedersehenwebWas ist die Bilanz der LEARNTEC? Für mich am auffallendsten war die sachliche, konzentrierte Businessatmosphäre in der Messe. Die Jahre, in denen jeder (wie ich), der mit der LEARNTEC verbunden ist, zunächst auf die Zukunft der Veranstaltung oder ihre Unzulänglichkeiten angesprochen wurde, scheinen bis auf Weiteres vorbei zu sein.

Zur guten Stimmung beigetragen haben Details der Raumgestaltung, wie die Anordnung der Hallenrestaurants um die im Retrolook eingerichtete E-Publishing-Area, aber auch die vielen Standideen der Aussteller.

Die Debatte um die “digitale Demenz” wurde wohltuend gelassen geführt, soweit ich sie hier verfolgen konnte. Sie wird nicht enden: Die Auseinandersetzung um neue Technologien entwickelt sich zwischen hemmungsloser Begeisterung und der Angst vor neuen Werkzeugen des Weltuntergangs. Aber wenn sich die Diskussionen an Fragestellungen und nicht an Personen orientieren, trägt dies sicher zur Versachlichung bei.

Infos zu Besuchern und Besucherzahlen stehen im Abschlussbericht. Als wichtigste Trends benennt das Kongresskomitee Mobile Learning, Serious Games und den Einzug digitaler Medien in die Schulen. Ich fand die teils euphorischen Aussagen von 3D- und Videoanbietern auf der Messe bemerkenswert.

Ein lebendiges Stimmungbild zeigt die Twitterwall der LEARNTEC: Alle Tweets finden sich hier. Mehr als 30 Videos mit Referenten und Ausstellern hat das Messe-TV auf youtube eingestellt.

Damit verabschiede ich mich mit den besten Wünschen für die Zeit bis zur nächsten LEARNTEC: Auf Wiedersehen im Februar 2014!

 

LEARNTEC in 3D

learntec 3DRechts die Games-Area, hinten der E-Publishing-Bereich, links vor dem Avatar eine Ecke des BITKOM-Gemeinschaftsstands und darüber die holzverkleidete Decke der Messehalle, nicht zu vergessen die Topfpflanze: Der Ort ist unschwer zu erkennen.

Die Simulation ist während der LEARNTEC entstanden: “Wir haben eine 3D-Entwicklung entwickelt, die sich ohne großen Aufwand adaptieren lässt. Sie ist browserbasiert, die Installation von Zusatzprogrammen ist nicht nötig.”

Sarah Jacoby und Jürgen Kappus von ka:mamedia interactive am bereits abgebauten Messestand (Bild unten).

Das Simulationsbild findet sich neben anderen auf dem Firmenblog des Düsseldorfer Medienunternehmens.

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Was nehmen Sie mit?

Nollweb“Wie war der Kongress?” “Ich habe zwei sehr gute Vorträge gehört. Einen gerade eben von Roland Schnurpfeil zu E-Learning im Vertrieb. Der Bereich interessiert mich besonders.

Dann den Vortrag von Matthias Wölfel zu kinect am Dienstag Vormittag. Der hat mir zu denken gegeben: Die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine verändert sich immer mehr. Irgendwann werden Maus, SmartPhone und Konsolen verschmelzen.

Ich bin aber ein schwieriger Zuhörer. Wenn es nach fünf Minuten nicht interessant wird, schalte ich ab. Das ist auch passiert.”

“Gab es für Sie Impulse aus der Messe?” “Vor allem zu drei Themen. Illustration: Vor fünf Jahren hat es nur simpleshow hier vertreten, mittlerweile bieten fünf, sechs andere Firmen exakt dasselbe an. Bewegtbild: Die verfügbaren Bandbreiten sind größer bzw. Geräte, die geringere Bandbreiten benötigen, sind verbreiteter. Mobile: Das ist nicht neu, aber es wird uns noch eine Weile begleiten, vor allem im Vertrieb. Ich habe es jüngst bei einem Konzern erlebt, dass 5000 Mitarbeiter iPads bekommen haben. Dafür muss man eigene Lernanwendungen entwickeln, nicht einfach nur bestehende Lernprogramme mobil ausgeben.

Hajo Noll, canudo, kurz vor der Abreise.

Was machen Sie hier? (VI)

thielbeerweb“Entschuldigung, woher kommt Ihr Akzent?” “Ich komme aus Mauritius, da habe ich bis vor acht Jahren gelebt.” “Was hat Sie nach Karlsruhe gebracht?” “Dreimal dürfen Sie raten.”

“Wie ist die Arbeit?” “Die Stimmung ist gut, niemand regt sich auf. Ich arbeite ja auch auf anderen Messen, und die Klientel hier ist schon speziell. Man merkt, dass die Leute etwas mit Bildung zu tun haben.”

“Was werden Sie vor allem gefragt?” “Wo ein Vortrag stattfindet. Wenn man uns nicht versteht, bringen wir die Besucher auch zum Raum. Manche fragen aber auch, wo es etwas zu essen gibt oder wie sie zum Bahnhof kommen.”

Roseby Thielbeer, B.I.G., am Infocounter im Konferenzcenter.

Job gefunden!

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“Ich habe die Firma letztes Jahr hier kennengelernt. Zunächst habe ich ein dreimonatiges Praktikum gemacht und jetzt bin ich fest angestellt.

Unser Lehrer – ich war damals an der SRH Berufsfachschule Heidelberg – hat uns gefragt, ob wir nicht zur LEARNTEC wollten. Wir haben selbst einen Reiseveranstalter gesucht und sind mit einem Bus hierher gefahren, wir waren 35 Schüler aus zwei Klassen. Danach hatten außer mir noch zwei, drei andere einen Praktikumsplatz.

Ich habe eine Ausbildung als orthopädischer Schuhmacher hinter mir und drei Jahre in dem Beruf gearbeitet. In Heidelberg bin ich dann “Informatiker für Game- und Multimediaentwicklung” geworden. Von meinem alten Beruf profitiere ich noch immer: Meine früheren Kunden hatten oft große persönliche Probleme, und damit bin ich gut klargekommen. Kunden betreue ich gerne, deswegen bin ich auch hier am Stand.”

Boris Fuchs, seit Oktober 2012 beim 3D-Spezialisten Visenso (Stand D80) im Bereich Entwicklung und Produktberatung, im Hallenrestaurant.

Was machen Sie hier? (V)

feedbackweb“Ich mache eine Umfrage zur Zufriedenheit der Besucher mit Messe und Kongress. Wir stellen ungefähr 20 Fragen, die Beantwortung dauert 4 Minuten.”

“Wir sind zu zweit und bekommen pro Tag ca. 70 Feedbacks. Heute werden es weniger sein, viele sind schon den zweiten oder dritten Tag hier.”

“Ich spreche jeden an und alle machen mit. Bei welcher Frage die Leute am längsten nachdenken? Weiß ich nicht, ich schaue Ihnen ja nicht über Schulter. Auf der LEARNTEC bin ich zum ersten Mal. Ob hier etwas besonders ist? Nicht dass ich wüsste.”

Karina Galperina, Gelszus Messe- und Marktforschung, eigentlich Logistik-Studentin an der FH Ludwigshafen, in der Kongress-Lounge.

Vortrag vergessen?

terminal-2webHaben Sie wie ich gehört, dass Sie den Vortrag von Jörg Hafer (“Mobile Lernanwendungen – eine kritische Einordnung”) unbedingt hätten anhören sollen? Oder haben Sie ihn schon vergessen, weil das neuronale Belohnungssystem versagt hat? 

Als Kongressbesucher/in können Sie das kompensieren: Mit Hilfe der drei Terminals vor dem Konferenzsaal im zweiten Stock. Alle von den Referenten freigegebenen Slides lassen sich dort aufrufen und Sie können sie sich selbst zumailen, so lange der Kongress läuft: Email-Adresse angeben und den Sendebutton klicken.

Wenn Sie dies erst heute Abend lesen: In ein bis zwei Wochen verschickt Stefanie Ruf von der KMK-Kongressorganisation eine Mail mit Links zum nachträglichen Downloads. Wenn die Referenten sensible Daten aus den Folien genommen haben, werden noch mehr Präsentationen verfügbar sein. Bisher sind mehr als die Hälfte der Vorträge ins System eingegeben.