Nachlese

youtube VideosZwei Wochen nach der LEARNTEC sind die Leads und Gespräche verarbeitet. Viele Aussteller und Besucher haben ihre Eindrücke online publiziert, hier ein Überblick:

Von der Fachmesse berichten der Berufsverband für Onlinebildung (bvob), der Berufsverband für Trainer, Berater und Coaches (BDVT), die crossculture academy, Fischer, Knoblauch und Co., Frentix, LearnChamp, Microsoft, pinkuniversity und Schule im Internet. Persönliche Impressionen finden sich in den Blogs von Gaby Barton, Carrot Business Solutions, Ergo Direkt (Tag 1 und Tag 2), ForschungsWeb, Head.z, swiss centre for innovations in learning (SCIL), Hedwig Seipel und Andreas Wittke.

Besonders hingewiesen sei hier auf das Video der managerSeminare und die zahlreichen Videointerviews mit LEARNTEC-Akteuren, die auf youtube verfügbar sind.

Der Blog schließt hiermit. Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Geschäfts- und Lernjahr 2014. Die nächste LEARNTEC findet statt vom 27. – 29. Januar 2015 – auf Wiedersehen!

 

Ausklang

Ausklang 2Die Messehalle ist leer, die letzten Kongress-Besucher sind auf dem Heimweg. Die LEARNTEC- und Cloud Zone Teams treffen sich im Kongress-Restaurant zu einem Abendessen, Jochen Georg (links im Bild) dankt allen im Namen der KMKG für die “herausragende Leistung” der letzten Tage und Monate. Die Stimmung ist ruhig, die Arbeit ist getan, wir sind uns einig: Sie hat sich gelohnt.

Fast 6700 Messebesucher, ein Rebooking-Rekord mit 90% wiederbelegter Ausstellungsfläche für nächstes Jahr: Das Ergebnis kann sich für die Messegesellschaft sehen lassen. Nicht alles war perfekt, wie etwa die Internetversorgung. Die Reaktionen von Besuchern und Ausstellern aber lassen vermuten, dass sie sich an die vergangenen Tage gern erinnern werden. Genaueres wissen wir, wenn die Datenauswertungen für die Beiratsmeetings im Frühjahr vorliegen.

Was nehmen Sie mit?

huk 2

“Ziemlich viel, ich war drei Tage auf dem Kongress. Ganz stark hat mich der Vortrag zur Neurobiologie beeindruckt, von Martin Korte. Der steckte voller Impulse für meine Arbeit. Zum Beispiel ging es um die Kraft von Assoziationen: Er hat uns aufs Glatteis geführt und uns mehrere Fragen gestellt, zu denen die Antwort “weiß” war. Dann hat er gefragt, was Kühe trinken und die meisten haben “Milch” gesagt. So etwas sollten wir bei der Erstellung von E-Learning-Content und Lernmaterialien generell ausnutzen.”

“Toll fand ich auch den Vortrag von Ursula Hesselmann zur Motivation bei Lernprozessen. Das vergessen wir oft: Wir denken zu sehr über die Ergebnisse nach, die wir erzielen wollen, und übersehen, dass wir bei den Lernern erst einmal die Bereitschaft wecken müssen zu lernen. Ihre Vortragsweise war grandios, und man hat gemerkt, wie sehr ihr die Arbeit Spaß macht.”

Melanie Scheeff, Ausbildungsbeauftragte und WBT-Fachautorin im Schadenbereich bei der Huk Coburg, vor ihrer Abreise.

Was machen Sie hier? (V)

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“Wir räumen hier auf. Die Referenten sind alle weg, aber von den Pralinentüten sind noch welche da. Es wäre zu schade, sie wegzuwerfen.”

“Was diesmal anders war? Es war mehr Arbeit. Mehr Aussteller und mehr Referenten waren hier, auch durch die  school@LEARNTEC. Aber sonst war es das Übliche: Batches austeilen, Taxis rufen, Stromanschlüsse checken.”

“Natürlich bekommen Sie eine Tüte. Wir nehmen uns auch eine. Die sind von Gordani, das sind Spitzenpralinen.”

Stefanie Ruf (Kongress-Service) und Kai Opitz (Ausstellerbetreuung) in der Referentenlounge.

Betriebliche Bildung: Wer hat die Datenhoheit?

datenhoheit 2Was sind die Take-aways aus der Präsentation zur Rolle der Betriebsräte in der Weiterbildung? Zunächst die Erinnerung an ihre Funktion: Sie werden gewählt und vertreten die Interessen ihrer Wähler, nicht die der Manager oder Weiterbildner.

Dann vor allem Fragen: Was ist mit “virtueller Identität” im Betrieb gemeint? Dürfen Unternehmen verlangen, dass Mitarbeiter mit Kunden über Facebook kommunizieren, unter Verwendung ihrer Klarnamen? Mitarbeiter sträuben sich dagegen, weil sie persönliche Diffamierungen durch Kunden nicht im Netz sehen oder in Zukunft vielleicht nicht mehr für die Firma arbeiten wollen. Sie ziehen eine Anonymisierung vor.

Welche Folgen hätte dies für Onlinetrainings? Werden Teilnehmer unter Pseudonymen auftreten und ihre Namen nur den Tutoren offenbaren? Was bedeutet die Zunahme der persönlichen Datenspuren, wenn sich Wertschöpfungsketten vollständig digitalisieren, wie es das Projekt Industrie 4.0 vorsieht? NIcht zuletzt: Wie überbrücken Gewerkschaften und Betriebsräte die kulturelle Kluft zwischen internet-fernen und -affinen Mitarbeitern? Frage: Warum ist der Betriebsrat nicht auf Facebook?

Für ein Wiedersehen mit Welf Schröter vom Forum für soziale Technikgestaltung (im Bild bei seinem Vortrag) auf der nächsten LEARNTEC sind die Themen praktisch schon vorgegeben.

Der Berg der Weisheit

uhlberg2“Wie war die LEARNTEC?” “Wir haben Sie hier getroffen, also war sie ein voller Erfolg!” “Was steckt eigentlich hinter “Uhlberg Advisory”?” “Das kommt von mittelhochdeutsch “ule”, gleich Eule, und wie Sie aus der griechischen Mythologie wissen sollten, ist die Eule die Begleiterin von Athene, der Göttin der Weisheit.”

“Wer profitiert von Ihrer Weisheit?” “Wir tragen Eulen nach Athen und anderswohin, für die EU-Kommission, das Europäische Patentamt und den Krisenrettungsschirm ESM. Wir liefern Beratungsweisheiten bei Onlineprojekten und produzieren Weisheitscontent.” “Warum ist an Ihrem Stand so wenig los?” “Wenn Sie weg sind, trauen sich die Besucher wieder her!”

Egon Fleischer und Anette Rosenblatt am Stand der Uhlberg Advisory B55 im Messeschlussfieber.

Hilfe, mein Script!

wittke 2“Warum zeigen Sie diese Folie?” “Es ist denkbar, dass wir in Zukunft ganz selbstverständlich Lernmaterialien verwenden, die man verändern kann. Manchen Leuten macht das Angst.” “Ist mit Skript Text gemeint?” “Nicht nur. Auf unserer Plattform LOOP kann man kann auch Twitter-Accounts in Kurse einbinden oder Youtube-Videos.”

“Wenn klausurrelevante Inhalte verändert werden können, kann ich verstehen, dass die Prüfer vor Ihrer Plattform Angst bekommen.” “Interessanterweise beziehen sich aber 98% der Korrekturen nur auf die Rechtschreibung. An unserer Hochschule ist unser System personenbezogen konfiguriert, sodass nachverfolgt werden kann, wer wann was ändert. Die Studenten werden nicht ermutigt, Lerninhalte zu verbessern, und haben eher Angst davor.”

Andreas Wittke, Fachhochschule Lübeck, vor seinem Vortrag über LOOP (Learning Object Online Platform) in der Referentenlounge. Auf LOOP läuft das erste deutsche OER-Schulbuch, ein Biologiebuch für die 7. und 8. Klasse gemäß dem Berliner Lehrplan.

Was machen Sie hier? (IV)

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“Wir machen Werbung für Schule im Internet – sicher im Internet.” “Was ist das?” “Das ist eine Software, mit der sich Schüler untereinander und mit Lehrern vernetzen können. Morgen ist die erste Stunde frei kann man posten oder die Hausaufgaben. Man kann sich aber auch privat austauschen. Es ist sicherer als Facebook und die Anmeldung läuft über die Schule.”

“Wie seid Ihr zu dem Job gekommen?” “Mein Vater arbeitet für die Firma und hat mich gefragt, ob ich mit einer Freundin helfen kann.” “Wie macht Ihr das?” “Wir laufen gleich herum und verteilen Infotüten und unsere Buttons, da ist ein Roboter drauf, unser Maskottchen.”

Sevinc Hatun, links, macht dieses Jahr Fachabi in Medienkommunikation, und Viktoria Pilz, Tochter von Thomas Pilz und eigentlich bei Zara beschäftigt, in einer Werbepause.